Charakter der Region
Das ruhige Finale des Elberadwegs. Vom Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe über die Hansestadt Hamburg bis zur Mündung bei Cuxhaven – etwa 365 Kilometer durch Naturschutzgebiete, alte Schifferstädte und die Hamburger Hafenromantik.
Landschaft und Geografie
Der Norden des Elberadwegs ist landschaftlich von zwei Phänomenen geprägt: dem UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe (eines der ursprünglichsten Flusssysteme Mitteleuropas) und der Tideelbe (ab Geesthacht). Die Tideelbe ist von Ebbe und Flut geprägt, was die Landschaft und das Wasser deutlich verändert. Die Elbe wird zur Mündung hin extrem breit – bei Cuxhaven öffnet sie sich zur Nordsee. Auch die Marschlandschaften des Alten Landes (eine der größten Obstanbauregionen Europas) und das Wattenmeer (UNESCO-Welterbe) gehören dazu.
Kultur und Geschichte
Hamburg ist die kulturelle Hauptstadt der Region – Hansestadt, Hafen, Speicherstadt, Elbphilharmonie. Aber auch die kleineren Städte am Weg haben kulturelle Bedeutung: Lauenburg ist eine der schönsten historischen Schifferstädte Norddeutschlands, Stade hat eine der schönsten erhaltenen Hansestadt-Altstädte, Hitzacker liegt malerisch auf einer Flussinsel. Das Alte Land mit seinen prächtigen Fachwerkhöfen ist ein architektonisches Highlight.
Praktisches für Radler
Der Norden ist überwiegend flach und gut ausgebaut. Im Biosphärenreservat sind die Wege sehr ruhig und autofrei – ideal für entspanntes Radfahren und Tierbeobachtungen. In Hamburg muss man sich an städtischen Verkehr gewöhnen. Die letzte Etappe (Hamburg → Cuxhaven) ist mit 140 km die längste am gesamten Elberadweg und sollte unbedingt in zwei Tage geteilt werden. Stade oder Otterndorf bieten sich als Übernachtungsort an.
Highlights der Region
Hitzacker (Inselaltstadt), Lauenburg (Schifferstadt), Hamburg (Speicherstadt, Elbphilharmonie), Altes Land, Cuxhaven (Mündung), Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe.
Beste Reisezeit für die Region
Wie für den gesamten Elberadweg gilt: Mai bis Oktober sind die besten Monate für eine Tour durch Niedersachsen & Hamburg. Im Hochsommer (Juli/August) kann es voller werden, vor allem in den touristisch erschlossenen Regionen. Wer Ruhe sucht, plant für Mai/Juni oder September/Oktober – das Wetter ist dann oft stabiler, die Tage noch lang genug für ausgedehnte Etappen, und die Übernachtungen sind günstiger und besser verfügbar. Im Winter ist der Elberadweg nur für Hartgesottene geeignet – viele Cafés und Pensionen sind geschlossen, das Wetter ist unbeständig. Aber: Eine Region wie diese im November oder Februar zu erleben, hat auch ihren ganz eigenen, ruhigen Reiz.
Anreise mit der Bahn
Die meisten Etappenstädte in Niedersachsen & Hamburg sind hervorragend mit der Bahn erreichbar. Plant Fahrradmitnahme im IC oder ICE rechtzeitig (Reservierung erforderlich), im Nahverkehr ist die Mitnahme meist ohne Reservierung möglich. Wer eine Einweg-Tour plant, kann am Ende mit der Bahn zurück zum Startpunkt fahren – ein Klassiker bei Radreisen am Elberadweg. Auch eine Kombination aus Bahn und Fähre (im Norden) ist möglich.
Übernachtung in der Region
Die Übernachtungs-Auswahl in Niedersachsen & Hamburg reicht von einfachen Pensionen über Bett+Bike-Hotels bis zu Camping-Plätzen. Bett+Bike ist eine Zertifizierung des ADFC, die garantiert, dass das Haus auf Radreisende eingestellt ist – sicherer Fahrrad-Stellplatz, Trockenraum für nasse Kleidung, frühes Frühstück. In der Hochsaison (Juli/August) sollten Übernachtungen rechtzeitig gebucht werden, vor allem in den touristisch attraktiven Orten. Camping ist eine günstige Alternative; gerade auf der Sachsen-Anhalt-Etappe lohnt unser Familien.camp in Bertingen.