Charakter der Region
Unsere Hausregion und die heimliche Hauptregion des Elberadwegs. Die Elbe wird breit, die Auen weit, und die Region beherbergt gleich vier UNESCO-Welterbestätten: Lutherstadt Wittenberg, das Bauhaus in Dessau, das Wörlitzer Gartenreich und die Altstadt von Quedlinburg (über einen Abstecher erreichbar). Etwa 350 Kilometer ruhige, flache, familienfreundliche Strecke.
Landschaft und Geografie
Sachsen-Anhalt ist das niederschlagsärmste Bundesland Deutschlands – beste Voraussetzung für eine Radreise. Die Landschaft ist überwiegend von weiten Auenflächen geprägt, die zum großen Teil unter UNESCO-Biosphären-Schutz stehen. Kraniche, Seeadler, Biber und seit einigen Jahren auch wieder Wölfe sind hier zu Hause. Die Elbe selbst ist hier breit, ruhig und teilweise von alten Auwäldern gesäumt – ein Naturparadies, das es so in Mitteleuropa nur selten gibt.
Kultur und Geschichte
Kulturell ist Sachsen-Anhalt eine Schatzkammer. Lutherstadt Wittenberg ist seit 1996 UNESCO-Welterbe und das Geburtsort der Reformation. In Dessau steht das Bauhaus-Gebäude (1925/26), eine Ikone der modernen Architektur. Das Wörlitzer Gartenreich ist der erste englische Landschaftsgarten Kontinentaleuropas und ebenfalls UNESCO-Welterbe. Magdeburg überrascht mit dem ältesten gotischen Dom Deutschlands, der „Grünen Zitadelle" von Hundertwasser und dem Wasserstraßenkreuz – der längsten Kanalbrücke Europas. Tangermünde gilt als „eine der schönsten kleinen Städte Deutschlands".
Praktisches für Radler
Sachsen-Anhalt ist die familienfreundlichste Region am Elberadweg: kaum Steigungen, durchgehend asphaltiert, weitgehend autofrei. In Bertingen liegt unser Familien.camp direkt an der Etappe Magdeburg → Tangermünde – ein idealer Übernachtungs- oder Pausenort, gerade für Familien mit Kindern. Die touristische Infrastruktur ist gut, aber weniger überlaufen als in Sachsen.
Highlights der Region
Lutherstadt Wittenberg, Wörlitzer Gartenreich, Bauhaus Dessau, Magdeburger Dom, Wasserstraßenkreuz, Tangermünde, Storchendorf Rühstädt, und unser Familien.camp in Bertingen.
Beste Reisezeit für die Region
Wie für den gesamten Elberadweg gilt: Mai bis Oktober sind die besten Monate für eine Tour durch Sachsen-Anhalt. Im Hochsommer (Juli/August) kann es voller werden, vor allem in den touristisch erschlossenen Regionen. Wer Ruhe sucht, plant für Mai/Juni oder September/Oktober – das Wetter ist dann oft stabiler, die Tage noch lang genug für ausgedehnte Etappen, und die Übernachtungen sind günstiger und besser verfügbar. Im Winter ist der Elberadweg nur für Hartgesottene geeignet – viele Cafés und Pensionen sind geschlossen, das Wetter ist unbeständig. Aber: Eine Region wie diese im November oder Februar zu erleben, hat auch ihren ganz eigenen, ruhigen Reiz.
Anreise mit der Bahn
Die meisten Etappenstädte in Sachsen-Anhalt sind hervorragend mit der Bahn erreichbar. Plant Fahrradmitnahme im IC oder ICE rechtzeitig (Reservierung erforderlich), im Nahverkehr ist die Mitnahme meist ohne Reservierung möglich. Wer eine Einweg-Tour plant, kann am Ende mit der Bahn zurück zum Startpunkt fahren – ein Klassiker bei Radreisen am Elberadweg. Auch eine Kombination aus Bahn und Fähre (im Norden) ist möglich.
Übernachtung in der Region
Die Übernachtungs-Auswahl in Sachsen-Anhalt reicht von einfachen Pensionen über Bett+Bike-Hotels bis zu Camping-Plätzen. Bett+Bike ist eine Zertifizierung des ADFC, die garantiert, dass das Haus auf Radreisende eingestellt ist – sicherer Fahrrad-Stellplatz, Trockenraum für nasse Kleidung, frühes Frühstück. In der Hochsaison (Juli/August) sollten Übernachtungen rechtzeitig gebucht werden, vor allem in den touristisch attraktiven Orten. Camping ist eine günstige Alternative; gerade auf der Sachsen-Anhalt-Etappe lohnt unser Familien.camp in Bertingen.