Magdeburg an der Elbe ist mit rund 240.000 Einwohnern Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt und ein zentrales Drehkreuz am Elberadweg. Die „Ottostadt" – benannt nach Kaiser Otto dem Großen, der hier residierte – ist eine Stadt voller Überraschungen.
Geschichte
Magdeburg blickt auf eine über 1.200-jährige Geschichte zurück. Kaiser Otto I. machte die Stadt im 10. Jahrhundert zu einer der wichtigsten politischen Zentren des Heiligen Römischen Reiches. Otto und seine Frau Editha sind im Magdeburger Dom begraben. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt 1631 fast vollständig zerstört („Magdeburger Hochzeit") – ein bis heute prägendes Trauma. Auch im Zweiten Weltkrieg erlitt Magdeburg massive Zerstörungen, von denen sich die Stadt erst spät erholte.
Highlights und Sehenswürdigkeiten
Pflichtprogramm: Magdeburger Dom mit dem Grab Ottos I. und der berühmten Magdeburger Madonna; Grüne Zitadelle, das letzte Werk Friedensreich Hundertwassers; Magdeburger Reiter auf dem Alten Markt, das erste freistehende Reiterstandbild des Mittelalters nördlich der Alpen; Wasserstraßenkreuz Magdeburg im Norden der Stadt, mit 918 m die längste Kanalbrücke Europas. Wer mehr Zeit hat: Kloster Unser Lieben Frauen, Elbauenpark mit Jahrtausendturm, Museum für Naturkunde.
Praktisches für Radler
Magdeburg ist mit der Bahn hervorragend erreichbar – IC-Knotenpunkt mit direkten Verbindungen nach Berlin, Hannover, Hamburg und Leipzig. Die Stadt hat ein dichtes Netz an Bett+Bike-zertifizierten Hotels, vor allem in der Altstadt und im Stadtteil Buckau. Plant für Magdeburg mindestens einen vollen Tag ein. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte den Elbauenpark besuchen – einer der schönsten Stadtparks Deutschlands.
Geschichte und Bedeutung am Elberadweg
Magdeburg liegt am Elberadweg in der Region Sachsen-Anhalt und ist ein wichtiger Knoten- oder Etappenpunkt für Radreisende. Ottostadt mit dem ältesten gotischen Dom Deutschlands und dem Wasserstraßenkreuz. Die Stadt eignet sich sowohl für einen Tagesstopp als auch für eine Übernachtung, je nach individueller Reiseplanung. Geschichtlich blickt Magdeburg auf eine lange Tradition zurück. Wie viele Orte am Elberadweg ist die Stadt durch die Lage am Fluss geprägt – die Elbe war jahrhundertelang Handelsweg, Lebensader und kulturelle Verbindung zwischen Tschechien und der Nordsee. Diese Geschichte spürt man bis heute in der Architektur, dem Stadtbild und der lokalen Kultur.
Was Radler in Magdeburg erwartet
Für Radler bietet Magdeburg alle wichtigen Infrastruktur-Punkte: Übernachtungsmöglichkeiten in verschiedenen Preisklassen, Fahrradwerkstätten oder zumindest Fahrrad-Service-Stationen, gastronomische Angebote für Tagesgäste, und in den meisten Fällen auch eine Bahnverbindung zur möglichen Anreise oder Rückfahrt. Wer hier eine Übernachtung einplant, sollte die Bett+Bike-zertifizierten Häuser bevorzugen – sie sind speziell auf die Bedürfnisse von Radreisenden ausgerichtet (sicherer Fahrrad-Stellplatz, Trockenraum für nasse Kleidung, frühes Frühstück, Tour-Tipps der Gastgeber).
Sehenswürdigkeiten und Kultur
Die touristischen Highlights von Magdeburg variieren je nach Größe und Geschichte des Ortes. Größere Städte wie Dresden, Magdeburg oder Hamburg bieten Welterbe und vielfältige Museen, während kleinere Orte wie Hitzacker, Tangermünde oder Lauenburg mit ihrem historischen Stadtkern und der intimen Atmosphäre punkten. Plant entsprechend Zeit ein – ein flüchtiger Stopp wird vielen dieser Orte nicht gerecht. Eine ausführliche Stadtführung (oft kostenlos oder gegen kleinen Beitrag) lohnt sich fast überall. Auch die lokalen Tourist-Informationen haben oft kostenlose Stadtkarten und Hinweise auf weniger bekannte Sehenswürdigkeiten parat.
Anreise und praktische Hinweise
Die meisten Etappenstädte am Elberadweg sind hervorragend mit der Bahn erreichbar. Wer mit dem Auto anreist und am Etappenende die Bahn-Rückfahrt plant, sollte die Fahrradmitnahme im IC oder ICE rechtzeitig reservieren. Im Nahverkehr (RB, RE) ist die Mitnahme meist ohne Reservierung möglich. Vor Ort empfiehlt sich die Tourist-Information, die oft kostenlose Stadtkarten mit eingezeichneten Sehenswürdigkeiten und Bett+Bike-Hotels bereithält. Mobilfunknetz und WLAN sind in den deutschen Etappenstädten flächendeckend gut. Auch öffentliche Toiletten, Wasserspender und Sitzbänke sind in den Innenstädten meist gut verteilt.
Übernachten in Magdeburg
Die Übernachtung in Magdeburg sollte rechtzeitig gebucht werden, vor allem in der Hochsaison (Juli/August). Empfehlenswert sind Häuser mit Bett+Bike-Zertifikat, da sie auf Radreisende eingestellt sind und sicheres Abstellen des Fahrrads garantieren. Auch Camping-Plätze gibt es in vielen Städten am oder nahe des Elberadwegs – eine günstige und naturverbundene Alternative. Wer früh bucht, hat eine größere Auswahl und oft auch günstigere Preise. Die Preisspanne reicht von einfachen Pensionen (40–60 € pro Nacht) bis zu gehobenen Hotels (120–180 € pro Nacht).
Gastronomie und Verpflegung
Kulinarisch hat jede Region am Elberadweg ihre Eigenheiten. In Sachsen-Anhalt erwarten euch deftige Hausmannskost und regionale Spezialitäten wie Altmärker Tiegelbraten oder Magdeburger Bötel. In Sachsen findet ihr sächsische Klassiker wie Sauerbraten und natürlich Meißner Wein. Im Norden dominieren Fischgerichte – Matjes, Krabbenbrot und Bismarckhering. In den größeren Städten finden sich auch internationale Küchen, von italienisch bis vietnamesisch. Cafés und Bäckereien sind in praktisch jedem Etappenort vorhanden – oft mit selbstgebackenem Kuchen und regionalen Produkten.
Tipp für Familienreisende
Wer eine Tour mit Familie plant, findet auf der Etappe Magdeburg → Tangermünde unser Familien.camp in Bertingen – ein familienfreundlicher Campingplatz direkt am Elberadweg, der sich auch als Tagesgast-Pausenort lohnt. Spielplatz, Tipidorf und Café machen den Stopp besonders mit Kindern attraktiv. Die ruhige Lage in der Altmark ist eine willkommene Ergänzung zu den lebhafteren Großstadt-Etappen.